IMAGO – IM ZEITFENSTER DES TERRORS …DAS NEUE BUCH VON M-ONGATE

Das neue Buch von M-onGate – 1000 Seiten – vorab als eBook: hier weiter

Imago – im Zeitfenster des Terrors
Textauszüge:

Intro:
Mike hat es sich gemütlich in seinem Holzhaus eingerichtet und fröhnt dem Hobby der Malerei, bis er erfährt, dass seine Tochter verschwunden ist. Auf der Suche nach ihr stößt er in ein Wespennetz voller Intrigen und politischer Korruption. Dabei trifft Mike auf David, einen Ingenieur,
der Aufgrund seines Insiderwissens des Lebens nicht mehr sicher ist… In verschiedenen Erzählsträngen führt dieser hochspannende SF-Roman in die Welt des Wissenschaftswahns, des Menschenhandel und den mit enorm viel Geld ausgestatten Handlangern, die heute an den Steuerhebeln der Macht sitzen…

Schwerpunktmäßig und überlagert wird dieser Roman mit der Frage, die sich heute immer mehr herauskristallisiert: Was ist der Mensch? Ein von Gier, Macht und Dns gesteuertes Wesen, dessen Überleben nur durch den „Great-Reset“ und durch technische Hilfsmittel, den Traum der Transhumanisten, gewährleistet ist?

Oder: Benötigen wir ein erweitertes Denken („Was Du heute denkst, bist du morgen“)? ?
Ohne die Durchdringung des vorherrschenden materialistischen Weltbildes mit Hilfe der Geistewissenschaft wird die Welt im Chaos enden.

Ausgehend vom „Ist-Zustand“ unserer Zeitepoche versetzt dieser Roman den Leser zunächst in eine apokalyptische und auch schockierende Vision der Zukunft.
Doch wird der Blick mehr und mehr
auch auf eine jenseits des Materialismus liegende geisteswissenschaftlich erweiterte Perspektive gerichtet.
Ein Lösungsansatz mit Tiefgang!

+++++++++++++++++++++++

Textauszüge:
„Jegliche Ähnlichkeit mit lebenden oder realen Personen wären rein zufällig“. 

Die Welt befindet sich gegenwärtig in einem unaufhaltsamen historischen Umwandlungsprozess. Finanz- und Wirtschaftssysteme drohen zu kollabieren und der Raubbau an der Natur lässt sich nicht mehr übersehen. Deshalb setzt die Finanzelite alles daran, eine neue Welt- und Wirtschaftsordnung in ihrem Sinne zu kreieren. Dies wird auf vielfältige Weise vorbereitet, wobei als Drahtzieher immer wieder die gleichen Namen auftauchen: Die Grossbanken, das World Economic Forum WEF, die WHO, die Rockefeller – und die Bill & Melinda Gates Foundation sowie die Großindustrie (u.a. Pharma und Rüstung). Nicht zu vergessen: BlackRock und Vanguard, beides international tätige US-amerikanische Investmentgesellschaften.
Verpackt wird die Neuordnung in eine verheißungsvolle Agenda wie z.B. den „Great Reset“ oder die „Agenda 2030“. Für eine Akzeptanz der breiten Masse werden Angstszenarien, wie gegenwärtig die weltweite Pandemie oder der Klimakollaps, medienwirksam in die Köpfe gehämmert (siehe Naomi Klein „Schockstrategie“). Und dann hört sich dies etwa so an:
„Die Pandemie- und der Klimawandel geben uns die Chance: Sie stellen seltene und eng befristete Gelegenheiten dar, über unsere Welt nachzudenken, sie uns neu vorzustellen, sie nach unseren Ideen zu gestalten und einen Neustart zu wagen“, so
Klaus Schwab, Gründer und Vorsitzender des World Economic Forum und Buchautor von „The great Reset“.

+++

Die Umverteilung des Kapitals von unten nach oben – arm nach reich – funktionierte prächtig. Mit üblen Tricks ergaunerte sich eine kleine Gruppe von Soziopathen das hart erarbeitete Geld des „kleinen Mannes“. Banken, die sich ungeniert bereichert und verspekuliert hatten, wurden mit Staatsgeldern wieder flott gemacht:„To big to fail“ wurde als alternativlose Maxime politischen Handelns fixiert. Durch immer mehr Steuern und kreativ-erfundene Sonderabgaben stand dem Mittelstand das Wasser bis zum Hals, während weltweit agierende Konzerne immer mehr riesige Gewinne einfuhren. Das nicht mehr zu rettende Finanzsystem stand kurz vor dem Kollaps. Doch Gier kannte keine Grenzen.
Eine akribisch vorbereitete und mit Hilfe fast aller Medien gezielt platzierte Angst- und Horrorkampagne weltweit – diesmal der Corona-Virus – sorgte für das Herunterfahren der Wirtschaft und die Abschaffung vieler Grundrechte. Der Mittelstand erlebte ein nie dagewesenes Knock-out, während die Globalisten unermessliche Gewinne einfuhren. Gleichzeitig wurde die Schöpfung von immer mehr ungedecktem Geld ermöglicht und legalisiert. Die Gelddruckpresse lief sozusagen heiß. Unter der Devise „da ist noch mehr Luft nach oben“ wurde im Jahre 2022 Monopoly 2.0 in den Ring geworfen.
Das Startfeld wurde versehen mit dem Bild eines Monstervirus. Es sollte ungeheuer gefährlich sein – man sprach von einer Pandemie – Millionen würden weltweit sterben! So stand es jedenfalls in der Spielanleitung und das sagte uns auch die WHO und es war der Tenor der Presse 24 Stunden am Tag. Folglich war die Startposition der Spieler mehr als eingeschränkt. Spielen durfte man den neuen Regeln nach nur noch mit Mund- und Nasenmaske, und Abstand halten war Pflicht. Auch gab es für das Denunzieren der Spieler bei Fehlverhalten die goldenen Coronapluspunkte.
Integriert ins Spiel Monopoly 2.0 war eine riesige Pleitewelle des Mittelstandes mit verheerenden Folgen für die 3.Welt mit noch mehr Hungertoten. Der Gewinner im Spiel bekam zwei Gutscheine für eine vorrangig ausgeführte experimentelle Impfung sowie einen Burger-King. Auch wurde schon an der neuesten Version Monopoly2.1 gearbeitet – der sog. Klima-Version…

Die Geschichte besteht aus Zeiten der Veränderung. Immer ist die Welt im Umbruch und Wandel, mal in kleinen Schritten, dann wieder in grossen Sprüngen. Aber die Dinge passieren meist schleichend. Für unser Auge und unser Bewußtsein erscheinen die Umbrüche oft übergangslos wie bei einer Pflanze, an der man dann plötzlich erstaunt eine Blüte erkennt, wo vorher nur Blattwerk war. Es könnte z.B eine Rose sein, die beim Anblick das Herz erfreut und aromatische Düfte verströmt. Oder, um ein zeitgemässeres Bild zu gebrauchen, wie bei einer fleischfressenden Pflanze wie z.B. die Genlisea: Die Organismen werden durch Lockstoffe ins Falleninnere geleitet, eine Umkehr wird den Opfern durch Sperrhaare unmöglich gemacht. Schließlich gelangen sie in eine Art Magen, in dem sie durch Enzyme verdaut werden.
Lockstoffe sind spezielle Substanzen, die es aber nicht nur in der Pflanzen- und Tierwelt gibt, um hier dem berechtigten Überleben einer oder mehreren Spezies zu dienen. Eine andere Art von Spezies auf diesem Planeten bedient sich weit komplexerer Strukturen von Lockstoffen. Meist subtil und unterschwellig werden hier Auslöser erzeugt, die sich wie eine bösartige fremde Software ins Unterbewusste einnistet, und das Handeln bestimmt mit dem Ziel: Das wache Bewusstsein der Menschen zu korrumpieren.
Zensur ist das Wort der Stunde. Nicht genehme und politisch „unkorrekte“ Themen und Informationen wurden ersetzt durch eine politisch-korrekte Meinung. Und,
wer kennt schon die bezeichnenden Worte und Lösungsvorschläge hochrangiger Politiker und Präsidentenberater wie Jacques Attali und Henry Kissinger: „In Zukunft wird es darum gehen, einen Weg zu finden, die Population zu reduzieren. Wir werden mit den Alten beginnen, denn sobald der Mensch über 60 Jahre alt ist, lebt er länger, als er produziert, und das kommt die Gesellschaft teuer zu stehen. Dann die Schwachen und dann die Nutzlosen, die nichts zur Gesellschaft beitragen, weil es immer mehr werden, und schließlich die Dummen. Euthanasie muss ein wesentliches Instrument unserer zukünftigen Gesellschaften sein. Wir erfinden eine Pandemie, die auf bestimmte Menschen abzielt, ein Virus, das die Alten oder die Älteren befallen wird.“ Jacques Attali, 1981
Henry Kissinger: „Die Dummen werden es glauben und darum bitten, behandelt zu werden. Wir werden für eine Behandlung sorgen, die die Lösung sein wird. Die Selektion der Idioten wird sich also von selbst erledigen: sie werden allein zur Schlachtbank gehen und sich impfen lassen.“ „Sobald die Herde die vorgeschriebenen Impfstoffe akzeptiert, ist das Spiel vorbei. Sie werden alles akzeptieren – erzwungene Blut- oder Organspenden – `für das größere Wohl‘. Wir können Kinder genetisch verändern und sie sterilisieren – `für das größere Wohl`. Kontrolliere den Verstand der Schafe und du kontrollierst die Herde. Impfstoffhersteller können Milliarden verdienen. Und viele von Ihnen in diesem Raum sind Investoren. Es ist eine große Win-Win-Situation. Wir dünnen die Herde aus und die Herde bezahlt uns für die Ausrottung!“ H. Kissinger, Zitat aus einer Rede vor dem WHO Council on Eugenics, 25. Februar 2009

Die Orwellsche Sprachgebung „Neusprech“ wird mehr und mehr implantierter verinnerlichter Standard. Und die Medien dröhnen uns voll mit Halbwahrheiten, die denn immer schwerer zu Durschauen sind als dreiste Lügen. Und so wirft das abgrundtief Böse weltweit seine Schatten auf die Erde, welches mit Hilfe von Technik den neuen Menschen erschaffen möchte… perfekt und unfehlbar. Ohne individuelle Biografie, ohne Krankheit und alle gleichgeschaltet.
Aber: Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch (Friedrich Hölderlin).
Wo Dunkelheit herrscht, gibt es auch Licht. Ganz im Kleinen und oft unbemerkt wachen Menschen auf, schliessen sich zu Gemeinschaften und Netzwerken zusammen. Ähnlich dem Bild eines Imagos.

IMAGO
oder: Das Ende vom Anfang.

Was passiert, wenn sich eine Raupe in einen Schmetterling verwandelt?
Sobald die Raupe sich in den Kokon einspinnt, entstehen in ihrem Körper neue Zellen, die von der Wissenschaft Imago-Zellen genannt werden. Sie sind so andersartig, dass das Immunsystem der Raupe sie für Fremdkörper hält. Abwehr und Vernichtung ist angesagt. Recht hat die Raupe, denn diese Zellen haben rein gar nichts mit der Raupe zu tun. Denn: Es sind nicht Raupen-, sondern Schmetterlings-Zellen mit ganz anderen Qualitäten. Trotzdem, der Raupenkörper produziert unentwegt weitere Imago-Zellen, die er dann aus dumpfen Überlebenstrieb torpediert. Die Imago-Zellen sind die Zukunft des Schmetterlings und sind zugleich die Fortsetzung der Raupenexistenz. Und schauen wir uns das Bild im Kontext an:
Das alte bestehende System „Raupe“ fördert somit die Transformation und bekämpft sie zugleich. Die Raupe will und muss zum Schmetterling werden und bekämpft diese bedrohliche Veränderung. Es ist Streben nach einem Höheren und zugleich Widerstreben durch das Alte.
Das Wachstum neuer Zellen nimmt mehr und mehr Überhand. Das Immunsystem des alten Systems ist der Übermacht der kleinen und bis dahin ziemlich einsamen Imago-Zellen nicht gewachsen. Die Imago-Zellen bilden kleine Gruppen. Es entstehen lange Fäden von in sich verklumpten Imago-Zellen, die nun in größerem Maßstab innerhalb der verpuppten Larve untereinander Informationen austauschen. Dann, an einem bestimmten Punkt, scheint dieser lange Faden von Imago-Zellen plötzlich zu begreifen, dass er „etwas wesentliches“ ist. Etwas wesentlich Neues!

Der Umwandlungsprozess lässt sich nicht mehr aufhalten. Das Neue hat über das Alte gesiegt! Die Raupe ist Vergangenheit und hat sich in einen Schmetterling verwandelt.
Meditieren wir dieses Bild!
Sehen wir das Leben im Bilde des stetigen Wandelns und Verwandelns. In jedem von uns ist ein Schmetterling angelegt…
Starten wir die Geschichte. Der Einfachheit und der Spannung halber in der Raupenperspektive. Und mit der Frage: Warum gibt es Auftragskiller?

Donnerstag, 6. 3. 2025
Man nannte sie auch die Zwillinge. Groß gebaut, ohne Skrupel und sehr geschickt, wenn es darum ging, schnelles Geld zu machen. Es war kurz vor 22 Uhr und sie wussten, dass mit großer Sicherheit gleich zwei Fahrzeuge das gut gesicherte Firmengelände von Achim Blacky King (ABK) verlassen würden. Ein neutraler Familienvan sowie ein kleiner roter Alfa Romeo Spider.
Alles musste schnell gehen, sehr schnell. Geduldig warteten sie, zogen an ihren polnischen Zigaretten und starrten in die Nacht. Sie lebten in einer Zeit der Korruption. Menschen ohne Moral und mit Willen zur Macht – meist aus Politik und Wirtschaft – und mit viel Kapital ausgestattet – waren ihre Auftraggeber. Ihre Profession:
Schnelles und sicheres Eleminieren von Warmblütern. Das einzige Kriterium: Der Preis musste stimmen.
Seit einiger Zeit eröffnete sich für sie ein neues Betätigungsfeld: Nachdem die Folgeschäden der mRNA-Impfungen nicht mehr zu verheimlichen waren, füllten sich ihre Auftragsbücher mit lukrativen Aufträgen von geschädigten, kapitalstarken Privatpersonen, die sich an ihren Ärzten nicht nur juristisch rächen wollten. Auch hier gingen die Zwillinge mit eine routinemäßige Professionalität vor, so dass Ärzte, die bereitwillig und ohne Skrupel mit kaum getesteten Giftspritzen ein Vermögen gemacht hatten, immer öfter „an ungeklärten Todesfolgen“ – wie die Presse berichtete, starben.
Aber zur Zeit bedienten die Zwillinge noch eine andere Baustelle…

Dember 2023.

In Johannesburg war er endlich dabei gewesen. Und hatte zu der erlauchten Gruppe derjenigen gehört, die versteckt die Weichen im Weltgeschehen steuern.
Seine Recherchen über diese verschwiegene Gruppe der Macht hatten ergeben, dass solche Treffen seit dem Jahre 1954 regelmäßig hinter dicht verschlossenen Türen abgehalten wurden. Hier trafen sich einflussreiche Personen aus Wirtschaft, Militär, Politik, Medien, Kirche und Adel.
Die erste Konferenz fand auf Einladung von Prinz Bernhard der Niederlande im Hotel Bilderberg in Oosterbeek statt. Deswegen der Name Bilderberger.
Im November 2023 war er, Achim »Blacky« King, endlich einer von ihnen…

Februar 2025

Jakobsthal, ein kleines Nest mit 500 Häuschen und ca. 600 Meter über dem Meeresspiegel – in der Nähe von Aschaffenburg – gelegen. Inmitten von Bergen, Wälder und außen herum eine noch relativ intakte Natur…
Ich bin im Alten Bock, einer der wenigen Einkehrlokale hier in der Einsamkeit. Und trinke meine Buttermilch. Außer mir sitzt noch Stephan an der altertümlichen Holztheke. Ein sonniger Typ mit wettergegerbtem Gesicht und mindestens 80 Jahren auf dem Buckel. Er verfolgt die Nachrichten auf dem kleinen 3-D Fernseher in der Ecke, deren Audio-Infos ungefragt in meinen Gehörgängen landen.
Aber kurz zur Buttermilch. Der Alte Bock ist meine Zufluchtsstätte. Ray, der 120 Kg-Mann mit dem Kaiser-Wilhelm-Bart, dem diese urige Hütte gehört, hatte ich ins Herz geschlossen – und er mich. Hier pflege ich meine Macken: wie gesagt, Buttermilch anstatt Bier und natürlich extra zubereitete Körnerplätzchen anstatt Schweinshaxen!
Ich nehme einen weiteren Schluck aus dem Glasbecher. Wie mir Ray erzählt hatte, hielt er sich eine eigene Kuh. Und man schmeckte dies!
Tja, und wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, bin ich bei Ray, und wenn ich Probleme wälze, bin ich bei Ray. Und mein spezielles Problem ist zurzeit der alte Goethe, genauer gesagt seine Farbenlehre.
Rays lapidarer Kommentar zu dem Thema ist: »He Mann, warum selber denken, wenn es andere schon für dich getan haben« – was so oder so zu verstehen ist…

Ich nehme den letzten Schluck meiner 3-ten Buttermilch und höre Rays Stimme hinten im Gastraum: »Hübsche Beine, sagen Sie, wann hätten die geöffnet?« Ich drehe den Kopf und sehe im Profil eine junge Frau in einem roten Mantel an dem Ecktisch sitzen. Die endlos langen und grazilen Beine, die in schwarzen Stiefeln stecken, sind nicht zu übersehen. Rays Mundwerk konnte manchmal mehr als peinlich sein. Räuspern von Stephan, der mich anschaut und dezent den Kopf schüttelt. Ich höre nicht ihre Antwort, aber Ray kommt mit rotem Kopf zurück und gießt ihr schweigend eine Apfelsaftschorle ein. Und es ist die vierte Buttermilch, bei der ich sie – Ursel – kennen lerne. Dies war Anfang Februar, 2025…

März 2025

Blacky hatte unruhig geschlafen. Mit einem Ruck erwachte er, als das erwartete Signal des Sms – Einganges ertönte. Er aktivierte die Lichtkonsole, schaute auf seine Breitling und sah die Zeiger auf 2 Uhr stehen. Er griff nach dem Handy auf seinem Nachttisch und las die Meldung: »All okay«.
An Schlaf war jetzt nicht mehr zu denken.
Hastig versuchte er aus dem Bett zu springen, was ihm aufgrund seiner Größe und der Gewichte, die sich seit einigen Jahren um seine Taille angesammelt hatten, nicht leicht fiel.
Er ging in den Baderaum, wo ein Bewegungssensor für taghelle Beleuchtung sorgte. Er warf einen Blick in den großen 3-D-Wandmonitor, der alle unvorteilhaften Details seines Gesichtes und Oberkörpers wiedergab. Unter seinen immer noch schwarzen Haaren, die er wie früher mit einem Pferdezopf bändigte, lugten gerötete Augen hervor. Der Hals verschwand hinter einem Doppelkinn. Die vielen Drinks – er dachte auch an den Whisky von gestern Abend – hatten rote Ästchen auf Backen, Kinn und Nase moduliert.
Nach der Dusche zog er den Kimono über, ging in die im Wohnbereich integrierte Küche, warf die Beleuchtung an und brühte sich einen Espresso. Er setzte sich auf den Barhocker, der an der Theke zum Wohnzimmer stand und ließ den Kaffee in die Tasse laufen. Dann zündete er sich seine Zigarillo an, deren Rauch er gierig inhalierte.
Er dachte an den gestrigen Abend mit Rose, eine seiner Mitarbeiterinnen…

Die unerwarteten Fertigstellung der Herz-Komponente sowie die phantastische Zusatzkomponente und deren Umsetzung waren ihm jetzt förmlich zugeflogen!
Vor Jahren schon hatte er in Amerika an diesen Themen geforscht und wie ein Tier gearbeitet. Jedoch ohne nennenswerte Resultate!
Die jetzigen Erfolge bedeuteten nur eines: Macht und Geld, viel Geld. Und immer deutlicher wurde es ihm: Jeder Mitwisser, in diesem Falle Dr. Rothma und Dr. Amfenst, waren ein unkalkulierbares Risiko auf seiner Erfolgsleiter. Sie mussten sofort und ohne Skrupel ausgeschaltet werden.
Durch sein Netzwerk hatte er entsprechende Beziehungen. Der Große Blonde, der ihm auch die Drogen und seine Mädchen lieferte, war hierfür der richtige Ansprechpartner. Er leitete eine Organisation, die sich keine Fehler erlaubte und über entsprechende Kontakte verfügte…

Nach intensiven Forschungen, die sich über 3 Jahre hinzogen, kam Blacky zu der Ansicht, dass Elektrizität nichts anderes sei als eine bestimmte Form verdichteter atomarer Schwingung. Und als solche eine Vorstufe zu den eigentlichen Ätherkräften bildet, die in sich weitaus höhere vitalisierende Kraftpotentiale enthielten. Nun, ähnlich wie Keely erging es ihm auch. Nicht ganz, wenn er ehrlich war. Keely konnte praktische Demonstrationen vorweisen. Was ihm, trotz Keelys Vorgaben, nicht gelungen war. Außer einer riesigen Datenbank theoretischer Konzepte blieben nennenswerte praktische und vermarktbare Umsetzungen aus. Trotzdem wurden zwei seiner Arbeiten in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht, die jedoch keine Resonanzen in Kollegenkreisen hervorriefen.
Von Reich, Keely, Schauberger und weiter zu den Ideen des Georges Lakhovsky war es kein weiter Weg. Und bei der Weiterentwicklung von Lakhovskys Ideen hatte er verwertbare Erfolge erzielen können. Die zwar finanzielle Gewinne abwarfen, ihn aber nicht befriedigt hatten. Seine Forschung hatten der Informationsübertragung gegolten. Schlagen wir eine Gitarrenseite an, schwingt z.B. die Seite einer sich in der Nähe befindenden Gitarre mit. Jeder Stoff hat seine eigenen Schwingungen, die im feinstofflichen Bereich Informationen abgeben. Ja, sogar lebende Zellen besitzen Schwingkreise, so Lakhovsky, die in Resonanz treten, wenn sie elektromagnetischen Wellen ausgesetzt werden, die ihrer eigenen Wellenlänge entsprechen…
Nach dem er eine Art Kopierer entworfen und konstruiert hatte, mit dem die fein-stofflichen Schwingungen kopier- und reproduzierbar wurden, verzeichnete er z.B. im Bereich der Wasseraufbereitung mit Hilfe von Sauerstoff- und Quarzkristallinformationen sensationelle Erfolge. Stark verschmutzte Seen und andere Gewässer wurden ohne aufwendige Technik oder Chemikalien wieder sauber. Diese Technik meldete er als Patent. Waterclean in Amerika und die Plocher GmbH in Deutschland hatten etliche Dollars und Euros für die Verwertung bezahlt
Auch war er maßgeblich an der Einführung der Smart Grid, der »intelligenten« Stromzähler beteiligt gewesen, in denen seine Software integriert war. Mit dem Argument der besseren Energieeffizienz – so lautet das suggestive Stichwort zur Rechtfertigung der Zwangseinführung von »schlauen« Zählern. Er wusste, dass dies nur bedingt stimmte. Hauptgrund der Einführung war eine ungeahnte exakte und detaillierte Energienutzungsprofilerstellung aller Haushalte…
Seine Gewinne steckte er in weitere Forschung der Informationsübertragung, denn er wollte einen Level weiter… An die wichtigste Informationsquelle überhaupt – an das menschliche Gehirn. Und Jane, seine damalige ihn heiß liebende Freundin, hatte alle seine Versuche ohne Murren über sich ergehen lassen. Trotz seiner Brillanz und all dem Wissen gelang es ihm nicht, Informationen, in diesem Falle Denkinhalte, auf Jane zu übertragen. Seine teuren und zeitaufwendigen Versuchsreihen – tls. auch unter starken bewusstseinsverändernden Drogen – waren ins Leere gelaufen und vollkommen missglückt. Nun, es gab für alles seine Zeit.
Und die schien jetzt gekommen zu sein….

Januar 2025 Himalaya, Heiliges Zentrum

Gargi Hita – was übersetzt etwa »der liebenswerte alte Weise« bedeutete – genoss wie jeden Tag die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne. Er konnte von sich behaupten, alle Erdteile dieser Welt bereist und kennen gelernt zu haben. Und jetzt hatte er den Platz gefunden, an dem er die Energie des Universums so konkret verspüren konnte wie nirgendwo sonst: Hier in seinem Wohnsitz nahe des Himmels…
2020 erlebte er, wie sich die Gesllschaft spaltete. Eine Pandemie wurde ausgerufen, die binnen kürzester Zeit tausende von Menschen hinraffen sollte. Menschen mit Mund- und Nasenmasken bestimmten das Weltbild, die Älteren wurden Zwangseingesperrt und die Gesunden wurden mit sogenannten Notstandsgesetzen tyrannisiert…
Nun, er kannte niemanden, der an diesem tödlichen Virus verstorben war. Menschen mit konträren Meinungen wurden mundtod gemacht oder als Verschwörungstheoretiker oder als Nazis abgestempelt – auch kritische Wissenschaftler und Ärzte mit nicht politisch konformen Aussagen zensierte oder negierte man. Und anstatt Tote durch die Grippe wurden weltweit die tödlichen Nebenwirkungen einer Impfkampagne erkennbar… Angst vor dem Tod war der subtile Faktor, der die Menschen zu leicht steuerbaren Marionetten machte. Und die gleichen Subjekte versuchten jetzt eine Klimaphobie aufzubauen…

Atiu, im Jahre 2019

Verbissen hatte er sich in seine neueste Erfindung, die ihn den Frust des Verkaufs seiner Blue-Beam-Technik, die lebensechte gigantische Holoprojektionen in der Atmosphäre ermöglichte, zeitweise vergessen ließ. Ihm war es gelungen, den Umwandlungsfaktor innerhalb der modifizierten Vinylchloridfaser um fast 100 Prozent zu steigern. Das garantierte bei einer normalen Körperoberfläche genug Energieproduktion, um die Akkus für die Human-Light-Triebwerke, wie er sie nennen wollte, mehr als ausreichend mit Energie zu versorgen. Auch wenn Wolken die Sonne bedecken sollten.
T.A. war begeistert, als er in den unteren Laborräumen die Testresultate der neuen Faser studierte. Er pfiff anerkennend, als er dann den fast fertigen Versuchs-Flugkörper sah, dessen Energiebedarf ausschließlich durch aufgefangenes Sonnenlicht gedeckt wurde. Dieser erinnerte an eine aerodynamisch gestylte zweirädrige Rennmaschine. Nur durch die Tatsache, dass rechts und links neben den Rädern stummelschwänzige Flügel herausragten und am hinteren Teil mittig zwischen den zwei Triebwerkstöpfen ein Mikroleitwerk nach oben ragte, ließen im Betrachter Zweifel an einer reinen Roadmaschine aufkommen.
Wie immer bei seinen rekordverdächtigen Erfindungen hatte T.A. auch jetzt keine Kosten gescheut. Gezielt gesteuerte PR in den Medien und Gerüchte, die an die weltweit verstreuten Komponentenhersteller lanciert wurden, ließen die Klatschpresse sich an Spekulationen überbieten…

T.A. war wieder mit seinem Hausarzt zu irgendeiner Therapie unterwegs, und so genoss der Große die Abende mit ihr. Seit einiger Zeit trug sie kürzere und etliche rote Silbesträhnchen in ihren sonst schwarzen Haaren, einen Tattoo mit einem ziemlich widerlichen, behörnten Männerkopf am Bauch sowie zwei Minidiamanten als Piercing im Intimbereich. Die schwarzen Kerzen waren ihm erst gestern aufgefallen. Nun, heute waren sie unübersehbar in einem Kreis auf dem Abstelltischchen dekoriert. Und in ihrer Mitte stand ein aus schwarzem Edelholz geschnitzer erigierter Penis.
Sie sah die Fragezeichen in seinen Augen und meinte dann lapidar: »Großer, du weißt es noch nicht, aber ich bin jetzt eine Hexe!« Dann erzählte sie ihm von ihrer neuen Bekannten Lea, die sie seit einiger Zeit zu den Voodooritualen in eine kleine Hütte nicht unweit des Sees, mitnahm. »Großer, das ist echt spannend. Du musst wissen, dass Voodoo eine relativ harmlose hybride Religion aus vielfältigen afrikanischen, islamischen, katholischen und auch indianischen Elementen ist, die sich in Folge aus Herkunft und Geschichte der Sklaven in Westindien ergab. Tja, und jede Gruppe verehrt eine bestimmte Tradition, eine heilige Figur oder einen Loa, also einen Geist… Und das mit den Zombies: Mein Gott, das sind alles nur dumme Sprüche, die ihren Ursprung in den Randbereichen des Voodoo-Kultes haben«. Dann erzählte sie ungefragt von den rituell vollzogenen Vereinigungen mit einem Loa. »Es gilt als eine Ehre, von Göttern »geritten« zu werden. Menschen, die von Göttern während Trancezeremonien kurzzeitig eingenommen wurden, werden im Voodoo hoch geehrt… Ja, auch Tieropfer, etwas Alkohol und die Trancetänze… Das macht irgendwie total an! Und das Hexendasein ist spannend… Beim Ausführen der Rituale sind die alten überlieferten Kräfte stark zu spüren… Das hat aber nichts mit schwarzer Magie zu tun… Willst du nicht mal mitkommen? Lea würde sich freuen!«
Er hatte sich dann ein paar Stunden Zeit genommen und im Internet recherchiert.
Immer wieder wird Voodoo mit Schwarzer Magie gleichgesetzt. Genährt wurden diese Vorstellungen durch die Praktiken des Totenkultes und den Glauben an die Wiederbelebung längst Verstorbener. Auch gibt es Gerüchte über die Tötung von Kindern und Ritualmorden – dies sei aber meist nur Gräuelpropaganda konkurrierender Religionen. Unter Schwarzer Magie wurde er fündig und runzelte die Stirn.
Schwarze Magie ist die verderbliche Seite der magischen Praxis. Sie zu üben bedeutet, ein Bündnis mit der dunklen Kraft einzugehen, und beginnt da, wo okkulte Tätigkeit ohne selbstloses Weltinteresse in die Welt getragen wird. Praktisch beginnt der Weg zur schwarzen Magie damit, in ein Lebewesen zu schneiden und dabei Lust an dessen Schmerz zu empfinden. Sexuelle Ausschweifungen fördern das Gedeihen der schwarzen Magie… Der Schwarzmagier dürstet danach, zu töten und die Lebenskraft alles Lebendigen an sich zu reißen… Es besteht ein fortwährender Kampf auf der Erde zwischen der weißen und schwarzen Magie. Auf der einen Seite, der weißen Magie, wird danach gestrebt, die Leidenschaften zu läutern, das Bewusstsein des einzelnen zu stärken und die Menschen für das Geistige zu öffnen… Und auf der anderen Seite steht das Streben nach Verstärkung der Sinnlichkeit, nach dem Ausleben der Triebe und Leidenschaften, um den Menschen an die Materie zu binden…
Die heutigen Eingeweihten der schwarzen Magie leben, meist unerkannt, unter der Maske eines bürgerlichen Berufs, mitten unter uns. Dabei wissen oft nur die oberen Ränge voneinander. Neue Mitglieder werben die Praktizierenden der schwarzen Magie durch Entfachung von Neugierde an »Schwarzen Messen«. Dabei wird den neuen Aspiranten ein Schweigegelübde abgenommen, auf dessen Bruch der Tod stehen kann…

2025

Es war nicht allzu lange her. Molly – mein Agent und Galeriebesitzer – war mit der blonden Erna bei mir im Holzhaus aufgetaucht. Er hatte einen in Komplementärfarben gestylten Blazer an und trug hochhackige weiße Lederstiefel.
Ich hatte noch nicht die Türe geöffnet, da hörte ich ihn schon lautstark lamentieren: »Es gibt keine reine Linie, Erny, schaue mal bewusst die Dinge an! Was siehst du wirklich?« Während sie durch die Tür kamen und er sich die Couch in meiner kleinen Sitzecke neben dem Kamin frei räumte, rief er laut: »Mike, sag du es Erny!«
»Ja, sag du es mir!« Erna war sehr dicht an mich heran gekommen. Ich machte einen Abgang in die Küche und fragte laut, wer noch alles was trinken will… Und antwortete: »Erny, wenn du genau auf die Gegenstände schaust, siehst du nur Farbunterschiede… mal heller, mal dunkler, aber Linien konstruieren wir uns nur im Kopf… okay?«
Und dann kam Molly wieder auf die weltweite Kampagne gegen Grenzen und Werte zu sprechen.
»Da Grenzen ein wichtiges Element jeder Organisation sind, bedeutet ihre Abschaffung Desorganisation – vulgo »Chaos«. So, als würde man im menschlichen Körper mit einem Medikament sämtliche Zellmembranen auflösen und/oder die Nierenzellen animieren, doch bitte in die Leber zu wandern. Und lass mich noch etwas tiefer gehen: Hast du gewusst, dass der US-Auslandsgeheimdienst an der Auflösung der gegenständlichen Kunst mit beteiligt war und die moderne Kunst als eine Art Waffe im Kalten Krieg einsetzte? Werke von Künstlern wie Jackson Pollock, Robert Motherwell, Willem de Kooning – die wurden gepflegt und gehegt! Und der Abstrakte Amerikanische Expressionismus wurde rund um die Welt geschickt. Sinn der Sache war: Dem streng organisierten sozialistischen Realismus etwas entgegenzusetzen und diesen damit quasi zu desorganisieren. Die »International Organisations Division« (IOD) der CIA unter Tom Braden tat sich besonders hervor. Sie förderte Zeichentrickfilme, amerikanische Jazzmusiker, die Filmindustrie, Verlagshäuser, sogar die Reiseschriftsteller für die gefeierten Fodor-Reiseführer… Und auch das weltberühmte New Yorker Museum of Modern Art war auf vielfältige Weise mit der CIA verbunden. Und verdammt noch mal, bekannt ist der »Kongress für Kulturelle Freiheit«, der nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Hundert Millionen Dollar in ein so genanntes Kulturnetz investierte mit dem Ziel, eine völlig neue und politisch genehme Kulturszene »anzupflanzen«. Eine -Dokumentation von arte wies 2006 nach, »dass die Einflussnahme bis in die Sendeanstalten reichte. Und dass prominente Künstler wie der spätere Nobelpreisträger Heinrich Böll unwissentlich für den amerikanischen Geheimdienst tätig waren…«
Molly hatte sich heiß geredet und entledigte sich seines Jacketts. Erna, die neben ihm saß, hatte ihren Arm um ihn gelegt und schnurrte: »Molly-Hase, mach mal ne Pause…«…

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.